Big Brother · 08.10.2026, 17:03 Uhr

Dänemark: 8,8 Millionen Einträge aus dem Melderegister abgefragt

Unbekannte haben im September Namen, Adressen und Personennummern von rund 8,8 Millionen Menschen aus dem dänischen Melderegister CPR abgefragt. Dänemark hat gut sechs Millionen Einwohner, das Register erfasst auch Ausgewanderte und Verstorbene. Laut Pressemitteilung des Digitalisierungsministeriums vom 5. Oktober nutzten die Täter den legalen Zugang einer Privatfirma. Die über 14 Millionen Abfragen fielen erst an der Rechnung auf, sagte das Ministerium laut TV 2. Die Polizei ermittelt.

Quellen: Forsknings-, Uddannelses- og Digitaliseringsministeriet: Omfattende uautoriseret adgang til borgeres CPR-oplysninger, Pressemitteilung via Ritzau, 05.10.2026; TV 2: Uvedkommende har fået adgang til 8,8 millioner cpr-numre, Liveblog mit Pressekonferenz, 05.10.2026; Datatilsynet: Datatilsynet er opmærksom på sag om opslag i CPR, 05.10.2026; Statistics Denmark: Population in Denmark, August 2026; BleepingComputer: Denmark population registry data breach affects 8.8 million people, 05.10.2026

KI & Zukunft · 07.10.2026, 21:30 Uhr

Studie: KI-Chatbots geben Chat-Links und Titel an Tracker weiter

Sechs von neun KI-Chatbots geben im Browser Chat-Links, Titel, Eingaben oder Screenshots an Drittfirmen weiter, oft zusammen mit einer dauerhaften Nutzerkennung. Das zeigt eine noch nicht begutachtete Studie des IMDEA Networks Institute vom September 2026. Grok schickt Links und Titel an Google, Meta, TikTok und X. Claude und Mistral übermitteln Chat-Links samt E-Mail-Adresse an Intercom. Testlinks in Grok-Chats wurden danach von 70 Rechnern in 14 Ländern aufgerufen. Perplexity öffnete Links auch dann, wenn es das ausdrücklich nicht sollte.

Quellen: Oliveira u. a.: Prompt like a Butterfly, Sting like a Tracker. A Privacy Analysis of Web and Mobile Conversational AI Agents, IMDEA Networks, Preprint September 2026; heise online: Diese Daten geben ChatGPT, Gemini, Claude und Co. über uns an Dritte, 06.10.2026

Mehr dazu: Einmal auf „Zulassen“ getippt: Was KI-Apps dürfen