01Warum überhaupt Google verlassen?

Logo von Google
Logo von Google.

Google ist die weltweit meistgenutzte Suchmaschine mit einem Marktanteil von rund 90%. Der Dienst funktioniert gut, ist schnell und liefert meistens passende Ergebnisse. Finanziert wird er über Werbung, bezahlt wird mit deinen Daten.

Google sammelt MetadatenInformationen über deine Suchen: Wann suchst du was? Von welchem Gerät? An welchem Ort? Wie oft? Diese Daten verraten viel über dich. über jede Suchanfrage: Zeitpunkt, Standort, Gerät, IP-AdresseDeine Internet-Protokoll-Adresse identifiziert deinen Internetanschluss eindeutig. Wird sie gespeichert, kann nachvollzogen werden, wer wann was gesucht hat.. Diese Daten werden mit deinem Google-Konto verknüpft und für personalisierte WerbungWerbung, die auf dein persönliches Profil zugeschnitten ist. Google erstellt aus deinen Suchanfragen, besuchten Websites und YouTube-Videos ein detailliertes Interessenprofil und verkauft Zugang daran an Werbetreibende. verwendet. Google weiß, wonach du suchst, bevor du auf "Suchen" klickst.

Google & Datenschutz

Laut Googles Datenschutzerklärung analysiert das Unternehmen Suchanfragen, um "Dienste zu verbessern" und "relevante Werbung zu schalten". Google speichert jede Suche, wertet sie aus und verknüpft sie mit deinem Profil.

Studien zeigen, dass Googles Suchergebnisse politisch voreingenommen sein können und durch die Personalisierung eine FilterblaseDu siehst nur noch Inhalte, die zu deinen bisherigen Ansichten passen. Abweichende Meinungen werden ausgeblendet. erzeugen: Du siehst nur noch, was Google denkt, dass du sehen willst.

02Die wichtigsten Alternativen im Überblick

1. DuckDuckGo: Der US-Klassiker mit Datenschutz-Fokus

USA (Pennsylvania)
Seit 2008. Über 100 Millionen Suchanfragen täglich. Der bekannteste Datenschutz-fokussierte Suchdienst weltweit.
Keine Speicherung von IP-Adressen oder Suchverläufen
Blockiert TrackerUnsichtbare Code-Bausteine auf Websites, die dein Surfverhalten aufzeichnen und an Werbenetzwerke senden. Google, Facebook und andere nutzen Tracker, um dich über das gesamte Internet hinweg zu verfolgen. von Drittanbietern automatisch
Verschlüsselte Verbindungen zu besuchten Webseiten (wenn verfügbar)
Keine personalisierten Suchergebnisse: alle sehen dasselbe
Eigener Browser für iOS, Android, macOS und Windows

Wie funktioniert DuckDuckGo? DuckDuckGo ist eine MetasuchmaschineNutzt Ergebnisse von über 400 Quellen wie Bing, Yahoo und Wikipedia, ohne deine Daten weiterzugeben., die Ergebnisse von anderen Suchmaschinen aggregiert, aber deine Daten anonymisiert. Wenn du suchst, sieht Bing nur die Anfrage von DuckDuckGo und nicht die von dir.

DuckDuckGo zeigt jedem Nutzer die gleichen Ergebnisse für die gleiche Suche. Damit entsteht keine FilterblasePersonalisierte Ergebnisse basierend auf deinem bisherigen Verhalten: Google zeigt dir, was du sehen willst, nicht was objektiv relevant ist. und keine Manipulation über persönliche Profile. Suchverläufe speichert DuckDuckGo nicht.

Privacy Grade

DuckDuckGo bewertet Webseiten nach Datenschutz-Kriterien (A bis F) und zeigt dir, wie viele Tracker blockiert wurden. Die Browser-ErweiterungEin kleines Programm, das du in deinem Browser installierst und das zusätzliche Funktionen hinzufügt (z.B. Werbung blockieren, Tracker stoppen oder die Standard-Suchmaschine ändern). "Privacy Essentials" blockt automatisch Werbe-Tracker und erzwingt verschlüsselte Verbindungen.

Kritik: 2022 wurde bekannt, dass DuckDuckGo im Browser Microsoft-Tracker erlaubte (Vertragsbedingung mit Microsoft für Bing-Zugriff). Das Unternehmen hat das Problem behoben und betont: Die Suchmaschine war nie betroffen, nur der Browser. Für einen Anbieter, der mit Datenschutz wirbt, war das trotzdem ein Vertrauensbruch.

2. Startpage: Google-Ergebnisse ohne Google-Tracking

Niederlande (Zeist)
Gegründet 2006. Testsieger bei Stiftung Warentest 2019. Nutzt Google-Algorithmus, aber komplett anonymisiert.
Google-Suchergebnisse ohne Google-Tracking
"Anonyme Ansicht": Webseiten über Proxy besuchen
Erste DSGVODatenschutz-Grundverordnung: Das EU-Datenschutzgesetz seit 2018. Gibt Nutzern das Recht auf Auskunft, Löschung und Datenübertragbarkeit. Verstöße kosten bis zu 4% des weltweiten Jahresumsatzes.-zertifizierte Suchmaschine (EuroPriSeEuropean Privacy Seal: Ein europäisches Datenschutz-Gütesiegel. Unabhängige Prüfer zertifizieren, dass ein Dienst die EU-Datenschutzstandards einhält. Startpage war 2008 die erste Suchmaschine mit diesem Siegel. 2008)
Server in EU und USA (je nach Standort)
Keine Speicherung von IP-Adressen oder Suchbegriffen

Wie funktioniert Startpage? Startpage fungiert als ProxyVermittler zwischen dir und Google. Google sieht nur Startpage, nicht dich. zwischen dir und Google. Du gibst einen Suchbegriff ein, Startpage fragt anonym bei Google nach, holt die Ergebnisse und zeigt sie dir. Google bekommt weder deine IP-Adresse noch deinen Suchverlauf.

Die Besonderheit: Du bekommst die gleiche Qualität wie bei Google (gleicher Algorithmus), aber ohne Tracking. Die "Anonyme Ansicht" geht noch weiter: Klickst du auf ein Ergebnis, lädt Startpage die Seite über einen Proxy, sodass auch die Zielwebseite deine IP nicht sieht.

Wichtig

2019 übernahm das US-Werbeunternehmen System1 die Mehrheit an Startpage. Das sorgte für Kritik in der Datenschutz-Community. Startpage betont: Firmensitz bleibt in den Niederlanden, alle Server in der EU, Datenschutz-Implementierung bleibt bei den Gründern. Trotzdem: Die Niederlande gehören zu den Nine EyesGeheimdienstbündnis: USA, UK, Kanada, Australien, Neuseeland + Dänemark, Frankreich, Niederlande, Norwegen. Tauschen Überwachungsdaten aus., einem Geheimdienst-Bündnis.

3. Qwant: Die französische Antwort auf Google

Frankreich (Paris)
Gegründet 2013. Eigener Suchindex für europäische Inhalte. Französische Regierung nutzt Qwant als Standard-Suchmaschine.
Eigener CrawlerEin Programm, das automatisch Websites besucht, deren Inhalte liest und in einer Datenbank (Index) speichert. Google, Bing und Qwant haben eigene Crawler. Die meisten Privacy-Suchmaschinen haben keinen. und Index (kombiniert mit Bing)
Keine CookiesKleine Textdateien, die Websites in deinem Browser speichern. Harmlos für Logins, aber problematisch wenn Werbenetzwerke sie nutzen, um dich über verschiedene Websites hinweg zu verfolgen., kein Tracking, keine Nutzerprofile
DSGVO-konform, Server in Frankreich
Qwant Junior: kindgerechte Version mit Content-Filter
Entwickelt gemeinsam mit Ecosia eigenen EU-Suchindex "Staan"

Wie funktioniert Qwant? Qwant ist eine der wenigen europäischen Suchmaschinen mit eigenem Suchindex. Das bedeutet: Qwant crawlt selbst das Web und erstellt eigene Suchergebnisse. Für manche Sprachen (Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch) nutzt Qwant komplett eigene Algorithmen.

Die Ergebnisse werden ergänzt durch Bing-Daten, aber Qwant arbeitet daran, komplett unabhängig zu werden. Zusammen mit Ecosia (deutsche Suchmaschine) baut Qwant den European Search Index "Staan"Europäischer Suchindex ohne Abhängigkeit von Google/Microsoft. Start 2025 in Deutschland., einen gemeinsamen europäischen SuchindexEine riesige Datenbank aller vom Crawler besuchten Webseiten. Wer keinen eigenen Index hat, muss Ergebnisse von Google oder Bing kaufen und ist damit von US-Konzernen abhängig. ohne US-Abhängigkeit.

Besonderheit: Qwant zeigt Ergebnisse nach Kategorien sortiert: Web, News, Social Media, Shopping. Die Oberfläche erinnert an ein Dashboard. Sie ist übersichtlich, aber gewöhnungsbedürftig.

4. Ecosia: Die Suchmaschine, die Bäume pflanzt

Deutschland (Berlin)
Seit 2009. Über 200 Millionen Bäume gepflanzt. 20 Millionen Nutzer weltweit. 80% der Gewinne fließen in Aufforstungsprojekte.
Pro ~45 Suchanfragen wird 1 Baum gepflanzt
Transparente Finanzberichte alle 6 Wochen veröffentlicht
Keine Nutzerprofile, Anonymisierung nach 7 Tagen
100% erneuerbare Energie, eigene Solaranlagen
Entwickelt gemeinsam mit Qwant eigenen EU-Index "Staan"

Wie funktioniert Ecosia? Ecosia nutzt Bing-Suchergebnisse (wie viele alternative Suchmaschinen) und zunehmend den eigenen Index, den es mit Qwant aufbaut. In Frankreich stammt laut Ecosia-Chef Christian Kroll schon die Hälfte der Ergebnisse aus dem eigenen Index, in Deutschland rechnet er damit bis Ende 2026 (taz, 6. August 2026). Geld verdient Ecosia durch Werbeanzeigen in den Suchergebnissen. 80% aller Gewinne fließen in Baumpflanz-Projekte weltweit, 20% in erneuerbare Energien und nachhaltige Projekte.

Die Bäume pflanzt Ecosia nicht selbst, sondern finanziert Partner-Organisationen vor Ort in über 35 Ländern (Brasilien, Indonesien, Senegal, Burkina Faso, etc.). Die Projekte konzentrieren sich auf Biodiversitäts-HotspotsRegionen mit hoher Artenvielfalt, die stark bedroht sind und bereits 70% ihrer Fläche verloren haben., also Gebiete, wo Aufforstung am dringendsten gebraucht wird.

Transparenz als Prinzip: Ecosia veröffentlicht alle 6 Wochen detaillierte Finanzberichte. Du kannst nachvollziehen, wie viel Geld eingenommen wurde und wie viele Bäume gepflanzt wurden. Die Baumpflanzungen werden per Satellitenbild und manuelle Zählungen überprüft.

Nicht verkäuflich

2018 hat Ecosia 99% der Unternehmensanteile an die Purpose StiftungSchweizer Stiftung, die verhindert, dass Unternehmen verkauft oder Gewinne entnommen werden können. übertragen. Das bedeutet: Ecosia kann nicht verkauft werden, keine Gewinne können an Investoren ausgeschüttet werden. Das Unternehmen gehört sich damit dauerhaft quasi selbst.

Datenschutz: Ecosia ist datenschutzfreundlicher als Google, aber nicht so streng wie DuckDuckGo oder MetaGer. Es werden keine Nutzerprofile erstellt, keine Daten an Werbetreibende verkauft, keine Drittanbieter-Tracker. Suchanfragen werden nach 7 Tagen anonymisiertDie Verbindung zwischen deiner IP-Adresse und deinen Suchanfragen wird gelöscht. Danach kann niemand mehr nachvollziehen, wer die Suche durchgeführt hat.. Allerdings muss Ecosia einige Daten an Bing weitergeben (Vertragsbedingung). Das ist weniger als bei Google, aber mehr als bei reinen Privacy-Suchmaschinen.

Kritik: Ecosia ist primär eine Umwelt-Suchmaschine, Datenschutz steht dort an zweiter Stelle. Wer maximale Privatsphäre will, sollte DuckDuckGo, Startpage oder MetaGer nutzen. Wer mit jeder Suche Bäume pflanzen will, ist bei Ecosia richtig. Außerdem: Die ökologische Wirkung von Baumpflanzungen ist umstritten: Manche Forscher sagen, Aufforstung in den Tropen hilft, in gemäßigten Zonen ist sie wirkungslos, in hohen Breiten sogar kontraproduktiv (Verdunkelung der Erdoberfläche führt zu Erwärmung).

5. MetaGer: Die deutsche Gemeinwohl-Suchmaschine

Deutschland (Hannover)
Seit 1996 an der Uni Hannover entwickelt. Betrieben vom gemeinnützigen Verein SUMA-EV. Älteste deutsche Metasuchmaschine.
100% Open SourceDer Quellcode der Software ist öffentlich einsehbar. Jeder kann prüfen, ob die Suchmaschine Daten speichert. Bei MetaGer liegt der gesamte Code auf GitHub. (auf GitHub einsehbar)
Gemeinnützig: keine Profitinteressen
Fragt mehrere Suchmaschinen ab und kombiniert Ergebnisse
Anonymer Proxy zum Öffnen von Ergebnissen
Server ausschließlich in Deutschland

Wie funktioniert MetaGer? MetaGer ist eine MetasuchmaschineFragt mehrere Suchmaschinen parallel ab (Bing, Yahoo, u.a.) und kombiniert die Ergebnisse., die mehrere Suchmaschinen gleichzeitig abfragt. Du stellst eine Anfrage, MetaGer fragt im Hintergrund bei Bing, Yahoo und anderen nach, entfernt Duplikate und zeigt dir die kombinierten Ergebnisse.

Der Vorteil: Du bekommst eine breitere Perspektive als bei nur einer Suchmaschine. Keine Filterblase. Die abgefragten Suchmaschinen sehen nur MetaGers IP-Adresse, nicht deine.

Wichtige Änderung

Seit 2024 ist MetaGer nicht mehr kostenlos nutzbar. Der Grund: Microsoft hat die Kosten für Bing-Zugriff massiv erhöht. MetaGer funktioniert jetzt über ein Token-SystemDigitale Wertmarken, die du kaufst und pro Suche verbrauchst. 1000 Tokens kosten 10 Euro, eine Websuche verbraucht etwa 3 Tokens. Ersetzt das frühere kostenlose Modell.: 1000 Tokens kosten 10 Euro, eine Websuche verbraucht etwa 3 Tokens. Mitglieder des SUMA-EV können werbefrei suchen.

MetaGer wird vom gemeinnützigen Verein SUMA-EVVerein für freien Wissenszugang. Gemeinnützig anerkannt, keine Gewinninteressen. betrieben. Das bedeutet: Keine Profitinteressen, keine Investoren, keine Werbung (für Mitglieder). Der Code ist Open Source. Jeder kann im Code nachprüfen, dass MetaGer mit deinen Daten nichts macht.

03Vergleich auf einen Blick

Suchmaschine Land Eigener Index Open Source Kostenlos Besonderheit
DuckDuckGo USA (400+ Quellen) Privacy Grade, Browser
Startpage Niederlande (Google-Proxy) Anonyme Ansicht, Google-Qualität
Qwant Frankreich (teilweise) EU-Index "Staan", Qwant Junior
Ecosia Deutschland (teilweise, mit Qwant) 200+ Mio. Bäume gepflanzt
MetaGer Deutschland (Metasuche) (Token-System) Gemeinnützig, Uni Hannover

04Welche Suchmaschine ist die richtige für mich?

Du willst die einfachste Lösung? DuckDuckGo. Einfach als Standard-Suchmaschine im Browser einrichten, fertig. Funktioniert überall, keine Einarbeitung nötig.

Du willst Google-Qualität ohne Google-Tracking? Startpage. Du bekommst exakt die gleichen Suchergebnisse wie bei Google, aber anonym.

Du willst Europa unterstützen? Qwant, Ecosia oder MetaGer. Alle sind europäische Projekte, alle arbeiten an Unabhängigkeit von US-Tech-Konzernen.

Du willst mit jeder Suche etwas Gutes tun? Ecosia. Pro ~45 Suchanfragen wird ein Baum gepflanzt. Über 200 Millionen Bäume wurden bereits finanziert.

Du willst maximale Transparenz? MetaGer. Der Code ist Open Source, der Betreiber ist gemeinnützig. Kein Profit, keine Investoren.

05Praktische Umstellung: So wechselst du die Suchmaschine

In jedem Browser kannst du die Standard-Suchmaschine ändern. Dann suchst du direkt aus der Adresszeile, ohne erst die Webseite besuchen zu müssen.

Chrome: Einstellungen → Suchmaschine → Suchmaschine verwalten → Hinzufügen

Firefox: Einstellungen → Suche → Standard-Suchmaschine → Weitere Suchmaschinen hinzufügen

Safari: Einstellungen → Suchen → Suchmaschine auswählen

Edge: Einstellungen → Datenschutz, Suche und Dienste → Adressleiste und Suche

Die meisten Suchmaschinen bieten Browser-Erweiterungen an, die den Wechsel automatisieren. Einfach installieren, fertig.

06Für Technik-Affine: Eigene Suchmaschine selbst hosten

Ergebnisseite der Suchmaschine SearXNG
Ergebnisseite von SearXNG, einer Suchmaschine zum Selbsthosten. Bild: Benpiano800 / Wikimedia Commons, CC BY 4.0.

Wem selbst DuckDuckGo und Co. noch nicht privat genug sind, kann eine Suchmaschine komplett selbst hosten. Die populärste Lösung heißt SearXNG, eine Open-Source-Metasuchmaschine, die du auf deinem eigenen Server laufen lassen kannst.

Was ist SearXNG?

SearXNG ist eine selbst gehostete MetasuchmaschineDu installierst die Software auf deinem eigenen Server oder Computer. Alle Suchanfragen laufen über deine Maschine.. Das Programm fragt andere Suchmaschinen ab (Google, Bing, DuckDuckGo, über 230 Quellen) und zeigt dir die Ergebnisse. Außer dir sieht niemand, was du suchst.

Der Unterschied zu öffentlichen Suchmaschinen: Die Suchanfragen gehen direkt von deinem Server an Google, Bing usw. Keine dritte Partei dazwischen. Du hast die volle Kontrolle.

Welche Hardware brauche ich?

Die Anforderungen sind erstaunlich gering. SearXNG läuft auf:

  • Raspberry Pi oder ähnlichen Mini-PCs
  • NAS-Systemen (Synology, TrueNAS, etc.)
  • VPSVirtual Private Server: Ein gemieteter Server in einem Rechenzentrum, auf dem du eigene Software installieren kannst. Ab ca. 2 €/Monat bei Anbietern wie Hetzner, Netcup oder Contabo. (Virtual Private Server) ab ca. 2 €/Monat
  • Deinem Laptop oder Desktop-PC im Hintergrund

Minimale Anforderungen:

  • CPU: 1 Core (64-bit)
  • RAM: 512 MB (empfohlen: 2 GB)
  • Speicher: ca. 20 GB

Das reicht für private Nutzung völlig aus. Erfolgreiche Installationen laufen auf VPS mit nur 1 vCPU und 512 MB RAM.

Wie funktioniert die Installation?

SearXNG läuft als Docker-ContainerGepacktes Software-Paket, das auf jedem System läuft. Einfach zu installieren und zu aktualisieren.. Das macht die Installation sehr einfach. Du brauchst keine Linux-Kenntnisse, die meisten Anleitungen laufen auf Copy-Paste hinaus.

Für technisch Interessierte gibt es ausführliche Tutorials auf GitHub und in der SearXNG-Community. Der gesamte Prozess dauert etwa 30-60 Minuten.

Vorteil Self-Hosting

Du kannst SearXNG komplett anpassen: Welche Suchmaschinen sollen abgefragt werden? Welche Kategorien interessieren dich? Dunkles Design oder hell? Alles konfigurierbar. Und: Die Suchmaschinen sehen nur die IP deines Servers, nicht deine persönliche IP (wenn du willst, lässt du den Server über VPNVirtual Private Network: Verschlüsselt deine Internetverbindung und leitet sie über einen anderen Server. Verbirgt deine echte IP-Adresse vor den abgefragten Suchmaschinen. laufen).

Für wen lohnt sich das? Für Technik-Enthusiasten, die maximale Kontrolle wollen. Für alle anderen reicht DuckDuckGo, Startpage oder Qwant völlig aus. Self-Hosting ist eine Option für die, die gerne basteln.

07Fazit: Es muss nicht immer Google sein

DuckDuckGo, Startpage, Qwant und MetaGer liefern gute Ergebnisse, ohne dich zu tracken, ohne Werbeprofil und ohne Datenverkauf.

Der Wechsel ist einfach: Browser-Einstellungen öffnen, Suchmaschine ändern, fertig. Du musst dich an keine neue Oberfläche gewöhnen, die Suche funktioniert genauso wie bei Google.

Diese Dienste erstellen keine Profile, tracken nicht und zeigen keine personalisierte Werbung.

Schnellempfehlung

Einsteiger: DuckDuckGo (einfach, schnell, funktioniert überall)

Google-Qualität ohne Google: Startpage (gleiche Ergebnisse, anonym)

Europa-Unterstützer: Qwant (eigener Index, DSGVO-konform)

Umweltbewusste: Ecosia (200+ Mio. Bäume gepflanzt, transparent)

Transparenz-Fans: MetaGer (Open Source, gemeinnützig)

Google verdient Milliarden damit, dich zu kennen. Diese Alternativen verdienen ihr Geld mit Werbung, die auf deinen Suchbegriff passt. Ein Nutzerprofil legen sie dafür nicht an.